So wie Andreas schon vor mir, schreibe ich hier nun auch einmal meine Gedanken zur Absa Cape Epic auf.
Als Andreas mich gefragt hat ihn zur Cape Epic zu begleiten, wusste ich zum Glück noch nicht auf was ich mich da einlasse. Da wir nur die Zeltübernachtung gebucht hatten, war die Absa Cape Epic für mich viel härter als alles was ich bis jetzt gefahren bin! Die ersten drei Nächte konnte man fast nicht schlafen vor Hitze, dann wurde es immer kälter und auch noch nass. Nachts in einem Zelt bei 10 Grad und durchnässter Bettdecke und Kissen zu schlafen, ist wirklich kein Spaß. Wenn es dann auch noch den ganzen Tag regnet, wird es wirklich brutal. Um dann am nächsten Morgen um 4:40 Uhr auf zu stehen und wieder in kalte und nasse Radklamotten zu steigen, braucht man sehr viel psychische Kraft. Für mich war diese Veranstaltung daher mehr eine psychische als eine physische Belastung.
Meine Vorbereitung war für diese Veranstaltung wirklich optimal, ich lies mich weder durch Kälte noch durch Regen von meinem Training abhalten. Auch meine Familie, Marlene, Victor und hauptsächlich Rita, hat voll hinter mir gestanden. Dafür schon einmal ein Dankeschön von hier aus nach hause :-* :-* :-*
Für Andreas tut es mir Leid, dass ich Ihn am dritten Tag nicht überzeugen konnte zu fahren. Im nach hinein war es die leichteste Etappe der ganze Cape Epic.
Es mit Andreas wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wenn er weit hinter seiner letztjährigen Leistung zurück gefallen war und sich dadurch jeden Tag um einiges mehr quälen musste als ich.
Auch bei mir geht es hauptsächlich darum, gesund und ohne große Verletzung wieder nach hause zu kommen. Das ich an dieser Veranstaltung mehr Spaß hatte und die Strecken wirklich super fand, liegt bestimmt auch an meiner gelungenen Vorbereitung.
Und nun möchte ich mich noch bei einem Menschen bedanken der nicht mehr unter uns ist, Hans Holzapfel.
Nur durch seinen sehr guten Trainingsplan, den er mir und Herfried zur ersten Trans Germany erstellt hat und den ich dann leicht abgewandelt für die Absa Cape Epic benutzt hatte, konnte ich diese Veranstaltung so gut meistern.
Immer hin wurde ich in den drei Etappen die ich dann alleine gefahren bin, zwei mal erster und einmal fünfter der "allein fahrenden".
Zu meinem Rad kann ich nur sagen: super. Das "Canoyn CF ultimate" hat wirklich super gehalten und alle noch so harten Schläge locker weg gesteckt. Hier geht auch ein Dank an Jan von Canyon, der mir unbürokratisch geholfen hat den Ersatzrahmen zwei Tage vor Abreise zu bekommen.
Ich würde nur jedem einem 29"MTB empfehlen, die sehr harten und steinigen Abfahrten werden damit zu einem Kinderspiel. Fahrer die ich in anderen schnellen Abfahrten stehen lies, sind auf diesen sehr ruppigen Abfahrten nur so an mir vorbei geflogen! Mein nächstes neues MTB wird sicher ein 29".
Würde ich noch einmal die Absa Cape Epic fahren, ja. Diese sehr gut organisierte Veranstaltung, mit den Menschen aus aller Welt, dem doch teilweise exotischen Essen und einer unbeschreiblichen Landschaft macht Lust auf mehr.
So, wir genießen hier nun noch die letzten Reisetage und sind auch schon wieder mit dem Rad in Laurendsford und am Strand unterwegs.
PS: Ich habe mir fest vorgenommen englisch richtig zu lernen, es ist schade wenn man sich mit den Menschen aus aller Welt nicht richtig unterhalten kann.
Dienstag, 3. April 2012
Nach der letzten Etappe waren wir am Abend auf der schönen Spier Wine Farm mit ausgiebigem Buffet, Afrika-Band und noch mal Zeit mit Leuten aus aller Welt über die Erlebnisse zu erzählen. Es waren Kuwaitis dabei, deren höchste Berge die Schweller der Landstraßen seien. Formel 1 Fahrer, die Olympia-Siegerin im xxx Meter Lauf, wir und viele andere Wichtige. Organisiert war das vom Bulls-Team. Dabei waren etwa 100 Fahrer und Familien. Für uns war es der gelungene Abschluss der Epic-Woche. Wir haben noch 2 ½ Tage zum Erholen und fliegen am Mittwoch zurück. Zeit für mein Fazit.
Das Wichtigste: Wir kommen ohne Schäden heim.
Organisation:
Verpflegungsstellen auf den Etappen dort wo wann sie braucht. Rad-Waschservice ist super.
Auf dem Campingplatz alles da was man zum (über-)leben braucht. Futter, Zelt, Matratze, Klo, Dusche, WLAN, Chill-Zone.
Teilweise waren die Nächte und Morgen nass und kalt. Manche Tage hat das zur Tor-Tour gemacht. Als Extra bietet die Epic Übernachtung in Häusern inkl. Transfers zum Start. Das wäre für 3 Nächte viel Wert gewesen.
Strecke:
Die Landschaft bietet viel Abwechslung. Es ging durch weite Felder, Weingüter, Pässe, an Berghängen mit Atlantik-Blick entlang, durch kleine Dörfer mit begeisternden Kindern und epic-lange, angelegte MTB-Trails. Durch die vielen ruppigen Passagen bergauf und bergab wurden die Etappen schwer. An zwei Tagen gabs durch Sturm und Schlamm noch mal Zulage.
Fahrrad:
Ein Fully ist für die Strecke sicher angenehmer. Ansonsten hatten wir keine großen Probleme. Nur mal den letzten km mit Platten ins Ziel und so.
Rad- und Reisepartner:
Ohne Rolfs Unterstützung hätte ich schon früh aufgehört. Er hat mich dann wieder motiviert: ‚das haben wir zusammen angefangen und ziehen es jetzt auch zusammen durch’, mein Rad mal bergauf geschoben und im Windschatten mitgezogen. So hat’s dann ab dem 4ten Tag auch wieder Spaß gemacht. Rolf ist an 2 Tagen sein Tempo gefahren und war mit den Fahrern vom ersten Startblock A-B im Ziel. Sehr stark.
Die Stimmung unter den Fahrern und auf dem Zeltplatz war gut. Das internationale Feldlager machte sich jeden Abend gemeinsam Mut für die nächste Schlacht.
Vorgestellt hatte ich mir, die Epic als Rennen zu fahren, wie zB die TransGermany im letzten Jahr. Das war aber schon am 2ten Tag vorbei. Danach hab ich den Pulsmesser weggelassen und bin so gefahren, dass ich die Etappen schaffe. Das war noch anstrengend genug.
Nochmal Epic? Ich hab mir damit einen MTB-Traum realisiert. Manche Erlebnisse reichen aber 1x im Leben.
Schöner als TransalpChallenge ? Anders schön, aber nicht schöner. Die Alpen sind nur schwer zu überbieten. Man ist nur so schnell dort.
Sonntag, 1. April 2012
7. Etappe - Stage 7
Geschafft, die letzte Etappe war nur noch eine kleine Ausfahrt von 63 Km und 1350 Hm nach Lourensford im Oak Valley. Es ging noch einmal alles gut und wir sind heil und ohne Schaden angekommen.
Gestern Abend habe ich zum Glück noch eine Speiche bekommen, was hier nicht so einfach war, denn hier fährt man nur noch 29" MTB! Die Abfahrten sind doch ziemlich ruppig und das wäre hier mit einer fehlenden Speiche im Hinterrad doch sehr gewagt gewesen.
Die letzte Nacht war einfach schrecklich, im Zelt waren es ca. 10 Grad und ich habe gefroren wie verrückt. So gegen morgens um 4 Uhr habe ich mir dann mit der Piko etwas Wärme ins Bett geholt, wenn man die Lampe mit voller Leistung einschaltet macht sie doch auch einigermaßen warm :-).
Hier im Zielort Lourensford ist es zum Glück wieder schön warm und wir können uns nochmal zwei Tage am Meer erholen ;-).
Wir sind hier in einem super tollen Hotel untergekommen, es schaut wirklich aus wie im Paradies. "Hottentots View" wird von einem belgischen Paar geleitet, die sehr nett und hilfsbereit sind.
Gestern Abend habe ich zum Glück noch eine Speiche bekommen, was hier nicht so einfach war, denn hier fährt man nur noch 29" MTB! Die Abfahrten sind doch ziemlich ruppig und das wäre hier mit einer fehlenden Speiche im Hinterrad doch sehr gewagt gewesen.
Die letzte Nacht war einfach schrecklich, im Zelt waren es ca. 10 Grad und ich habe gefroren wie verrückt. So gegen morgens um 4 Uhr habe ich mir dann mit der Piko etwas Wärme ins Bett geholt, wenn man die Lampe mit voller Leistung einschaltet macht sie doch auch einigermaßen warm :-).
Hier im Zielort Lourensford ist es zum Glück wieder schön warm und wir können uns nochmal zwei Tage am Meer erholen ;-).
Wir sind hier in einem super tollen Hotel untergekommen, es schaut wirklich aus wie im Paradies. "Hottentots View" wird von einem belgischen Paar geleitet, die sehr nett und hilfsbereit sind.
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