Dienstag, 3. April 2012

Nach der letzten Etappe waren wir am Abend auf der schönen Spier Wine Farm mit ausgiebigem Buffet, Afrika-Band und noch mal Zeit mit Leuten aus aller Welt über die Erlebnisse zu erzählen. Es waren Kuwaitis dabei, deren höchste Berge die Schweller der Landstraßen seien. Formel 1 Fahrer, die Olympia-Siegerin im xxx Meter Lauf, wir und viele andere Wichtige. Organisiert war das vom Bulls-Team. Dabei waren etwa 100 Fahrer und Familien. Für uns war es der gelungene Abschluss der Epic-Woche. Wir haben noch 2 ½ Tage zum Erholen und fliegen am Mittwoch zurück. Zeit für mein Fazit.

Das Wichtigste: Wir kommen ohne Schäden heim.

Organisation:
Verpflegungsstellen auf den Etappen dort wo wann sie braucht. Rad-Waschservice ist super.
Auf dem Campingplatz alles da was man zum (über-)leben braucht. Futter, Zelt, Matratze, Klo, Dusche, WLAN, Chill-Zone.
Teilweise waren die Nächte und Morgen nass und kalt. Manche Tage hat das zur Tor-Tour gemacht. Als Extra bietet die Epic Übernachtung in Häusern inkl. Transfers zum Start. Das wäre für 3 Nächte viel Wert gewesen.

Strecke:
Die Landschaft bietet viel Abwechslung. Es ging durch weite Felder, Weingüter, Pässe, an Berghängen mit Atlantik-Blick entlang, durch kleine Dörfer mit begeisternden Kindern und epic-lange, angelegte MTB-Trails. Durch die vielen ruppigen Passagen bergauf und bergab wurden die Etappen schwer. An zwei Tagen gabs durch Sturm und Schlamm noch mal Zulage.

Fahrrad:
Ein Fully ist für die Strecke sicher angenehmer. Ansonsten hatten wir keine großen Probleme. Nur mal den letzten km mit Platten ins Ziel und so.

Rad- und Reisepartner:
Ohne Rolfs Unterstützung hätte ich schon früh aufgehört. Er hat mich dann wieder motiviert: ‚das haben wir zusammen angefangen und ziehen es jetzt auch zusammen durch’, mein Rad mal bergauf geschoben und im Windschatten mitgezogen. So hat’s dann ab dem 4ten Tag auch wieder Spaß gemacht. Rolf ist an 2 Tagen sein Tempo gefahren und war mit den Fahrern vom ersten Startblock A-B im Ziel. Sehr stark.
Die Stimmung unter den Fahrern und auf dem Zeltplatz war gut. Das internationale Feldlager machte sich jeden Abend gemeinsam Mut für die nächste Schlacht.

Vorgestellt hatte ich mir, die Epic als Rennen zu fahren, wie zB die TransGermany im letzten Jahr. Das war aber schon am 2ten Tag vorbei. Danach hab ich den Pulsmesser weggelassen und bin so gefahren, dass ich die Etappen schaffe. Das war noch anstrengend genug.

Nochmal Epic? Ich hab mir damit einen MTB-Traum realisiert. Manche Erlebnisse reichen aber 1x im Leben.

Schöner als TransalpChallenge ? Anders schön, aber nicht schöner. Die Alpen sind nur schwer zu überbieten. Man ist nur so schnell dort.





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